SPD-Fraktion: Pharma und Life Sciences werden zum Zukunftsmotor für das Saarland
Mit Vetter wird sichtbar, was im Saarland längst angelegt ist: industrielle Erfahrung, exzellente Forschung und erfolgreiche Unternehmen im Pharma- und Life-Science-Bereich.
Die SPD-Landtagsfraktion bringt in der kommenden Plenarsitzung einen Antrag zur Stärkung des Pharma- und Life-Science-Standorts Saarland ein. Anlass ist der Spatenstich von Vetter Pharma auf dem ehemaligen Ford-Gelände in Saarlouis. Rund 480 Millionen Euro Investition im ersten Bauabschnitt und perspektivisch bis zu 2.000 Arbeitsplätze zeigen: Das Saarland hat auch in wirtschaftlich fordernden Zeiten Grund zur Zuversicht.
Dazu erklärt Timo Ahr, Sprecher für Wirtschafts- und Industriepolitik der SPD-Landtagsfraktion:
„Die Ansiedlung von Vetter ist ein großer Erfolg für das Saarland. Dass sich das Saarland einmal mehr gegen Standorte wie Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern durchsetzen konnte, beweist: Es lohnt sich, für neue Chancen für unser Land zu kämpfen.“
In ihrem Antrag richtet die SPD-Fraktion den Fokus auf die Potenziale, die sich aus dem Ausbau von Pharma und Life Sciences im Saarland ergeben. Das Saarland verfügt dafür bereits über ein starkes Fundament: mehr als 12.000 Beschäftigte in über 200 Unternehmen, erfolgreiche Mittelständler wie Ursapharm, Dr. Theiss Naturwaren und Kohlpharma, innovative Start-ups und exzellente Forschungseinrichtungen von HIPS und CISPA über DFKI und Fraunhofer IBMT bis zur Universität des Saarlandes und dem Universitätsklinikum.
Deshalb ist es richtig, dass das Land rund 500 Millionen Euro zusätzlich in die Forschungsinfrastruktur investiert und die Finanzierungsbedingungen für Start-ups und wachstumsorientierte Unternehmen – insbesondere im Bereich Venture Capital – konsequent ausweitet. Auch die Investitionen in die Reaktivierung von Industrieflächen wie in Ensdorf sind entscheidend, um auch in Zukunft Platz für Ansiedlungen und Unternehmenserweiterungen im Saarland zu schaffen.
Ahr weiter:
„Mit Vetter wird sichtbar, was im Saarland längst angelegt ist: industrielle Erfahrung, exzellente Forschung und erfolgreiche Unternehmen im Pharma- und Life-Science-Bereich. Jetzt geht es darum, diese Stärke gezielt zu bündeln, Ansiedlungen, Ausgründungen und Unternehmenserweiterungen zu unterstützen und den Standort national wie international sichtbar zu machen.“
Weitere Schwerpunkte legt der Antrag bei der Vernetzung von Unternehmen und Forschung, um den Ideentransfer weiter zu beschleunigen. Der Bund wird aufgefordert, die regulatorischen Rahmenbedingungen für Innovationen im Gesundheitssektor zu verbessern, bürokratische Hürden abzubauen und die Umsetzung des europäischen Gesundheitsdatenraums voranzutreiben.
„Andere reden das Saarland klein. Wir kämpfen für neue Chancen. Mit Unternehmenserweiterungen wie Holzhauer oder KNDS und Ansiedlungen wie Vetter, Fricke oder Viega kommt unser Land voran.“