Sebastian Schmitt: "Bundeswirtschaftsministerin Reiche gefährdet Saarlands Solar-Erfolg"
Das ist Energiepolitik gegen die Realität unseres Landes. Es trifft Eigenheimbesitzer, Mittelstand, Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung.
Zum Bericht der Landesregierung über den Photovoltaik-Ausbau im Ausschuss für Wirtschaft, Innovation, Digitales, Energie und Grubensicherheit erklärt Sebastian Schmitt, energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:
„Wer heute durch das Saarland fährt, sieht auf immer mehr Dächern, wie sehr sich unser Land verändert: auf Einfamilienhäusern, auf Hallen von Handwerksbetrieben, auf kommunalen Gebäuden. Viele Menschen haben investiert, weil sie unabhängiger werden, Energiekosten senken und ihren Beitrag zur Energiewende leisten wollen. Genau daraus ist eine saarländische Erfolgsgeschichte geworden. Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der PV-Anlagen von 305 auf mehr als 67.000 gestiegen. Ende 2025 lag die installierte Leistung bei rund 1.175 Megawatt. Bei der installierten Leistung pro Fläche gehört unser Land bundesweit zur Spitze.“
Der PV-Ausbau im Saarland ist eine Erfolgsgeschichte der vielen: Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Kommunen treiben ihn gemeinsam voran. Rund 59 Prozent der installierten Leistung liegen auf Gebäuden. Auch Balkon-PV zeigt, wie breit die Energiewende inzwischen im Alltag angekommen ist: Fast jede vierte PV-Anlage im Saarland ist eine Balkon-Anlage.
„Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche legt genau dort die Axt an, wo die Energiewende im Saarland am stärksten ist: auf den Dächern, in den Betrieben, bei den Menschen vor Ort. Sie fährt die Förderung kleiner Dachanlagen zurück, schwächt Agri-PV und wälzt neue Risiken auf Betreiber ab. Das ist Energiepolitik gegen die Realität unseres Landes. Es trifft Eigenheimbesitzer, Mittelstand, Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung.“
Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt den Kurs der Landesregierung, den PV-Ausbau im Saarland weiter zu beschleunigen – mit der PV-Pflicht für neue gewerbliche Gebäude und größere Stellplatzanlagen, der geplanten Studie zu Freiflächenpotenzialen und dem neuen PV-Speicherprogramm für kleine und mittlere Unternehmen.
Schmitt abschließend:
„Das Saarland hat beim Ausbau der Solarenergie Tempo aufgenommen. Dieses Tempo brauchen wir für bezahlbare Energie, mehr Unabhängigkeit in der Versorgungssicherheit und eine starke Wirtschaft. Reiches Pläne bremsen aus, verunsichern und gefährden Investitionen. Für das Saarland ist klar: Wir setzen auf mehr Solar-Dächer, mehr Speicher, mehr Tempo und auf verlässliche Regeln statt Berliner Bremsklötze.Mit dieser realitätsfernen Energiepolitik qualifiziert sich Katherina Reiche binnen kürzester Zeit für einen Negativpreis des ‚Goldenes Bremspedals‘.“