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Ulrich Commerçon
20. März 2026

Der Fall Collien Fernandes zeigt erneut deutlich den Handlungsdruck bei digitaler Gewalt

Wer die Würde einer Frau digital zerstören will, darf nicht länger auf Schutzlücken hoffen.

„Dass Collien Fernandes den Mut hatte, Anzeige zu erstatten und öffentlich zu machen, was ihr von ihrem eigenen Mann angetan wurde, verdient großen Respekt. Wenn sich diese Vorwürfe bestätigen, dann geht es um eine widerwärtige Form digitaler Gewalt. Es geht um sexualisierte Erniedrigung. Es geht um den Missbrauch von Nähe. Und es geht um den Versuch, die Würde und Selbstbestimmung einer Frau zu brechen.

Dass Collien Fernandes diesen Schritt geht, ist von großer Bedeutung. Denn solche Gewalt wird viel zu oft verschwiegen, verharmlost oder ins Private gedrängt. Sie öffentlich zu benennen, braucht Mut. Und es macht sichtbar, wie dringend Frauen besseren Schutz brauchen.

Genau deshalb hatten wir das Thema in dieser Woche mit unserem Antrag im Plenum aufgerufen. Dieser Fall führt auf erschütternde Weise vor Augen, wie weit digitale Gewalt in das Leben von Frauen hineinreichen kann und wie unzulänglich der Schutz oft noch ist. Dass Bundesjustizministerin Stefanie Hubig die rechtlichen Lücken bei Deepfakes und digitaler Gewalt jetzt schließt, ist wichtig. Wer die Würde einer Frau digital zerstören will, darf nicht länger auf Schutzlücken hoffen.“