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Timo Ahr
13. Juli 2026

Ahr: Bessere Rahmenbedingungen für die Gießereiindustrie – Forderungen der Branche im Rahmen des Nationalen Gießereidialogs ernst nehmen

Die Gießereiindustrie ist ein zentraler Bestandteil industrieller Wertschöpfung in Deutschland und im Saarland. Allein im Saarland sichern die Betriebe der Branche rund 2.000 Arbeitsplätze. Gleichzeitig befindet sich die Branche seit Jahren in einer schwierigen Lage.

Timo Ahr, Sprecher für Industrie- und Wirtschaftspolitik der SPD-Landtagsfraktion, fordert eine stärkere Unterstützung der deutschen Gießereiindustrie. Hintergrund ist der heutige Nationalen Gießereidialog am 10. Juli. Auch die SPD-Landtagsfraktion unterstützt einige Forderungen dieses Dialogs. Unter welchem wirtschaftlichen Druck viele Betriebe derzeit stehen, wurde in einem Austausch mit der NEMAK GmbH und dem Bundesverbandes der Deutschen Gießerei-Industrie nochmal deutlich. 

Hohe Energiepreise, steigende Kosten sowie internationale Wettbewerbsverzerrungen belasten die Branche erheblich. Besonders kritisch werde zudem bewertet, dass große Teile der Gießereiindustrie bislang nicht ausreichend von europäischen Beihilferegelungen erfasst würden. Damit könnten sie auch von Instrumenten wie der Strompreiskompensation des Bundes nur eingeschränkt profitieren. 

Dazu erklärt Timo Ahr:

„Die Gießereiindustrie ist ein zentraler Bestandteil industrieller Wertschöpfung in Deutschland und im Saarland. Allein im Saarland sichern die Betriebe der Branche rund 2.000 Arbeitsplätze. Bundesweit beschäftigt die Gießereiindustrie etwa 65.000 Menschen in rund 500 Unternehmen. Gleichzeitig befindet sich die Branche seit Jahren in einer schwierigen Lage. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Gießerei-Industrie sind seit 2018 rund 35 Prozent der Produktion und etwa ein Viertel der Arbeitsplätze verloren gegangen. Auch im Saarland haben wir mit Halberg Guss, PHB Stahlguss, Saint-Gobain PAM, Werle und zuletzt VOIT erlebt, welche Folgen diese Entwicklung haben kann.“

Mit Blick auf den Nationalen Gießereidialog am 10. Juli begrüßt Ahr, dass sich auch die saarländische Landesregierung an der Erarbeitung eines gemeinsamen Positionspapiers von Ländern, Sozialpartnern und Industrie beteiligt. Ziel müsse es sein, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken, Energiekosten zu senken, bürokratische Belastungen abzubauen und faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.

„Die Forderungen der Branche müssen ernst genommen werden. Dazu gehört auch, die KUEBLL-Liste auszuweiten und die besonderen Belastungen energieintensiver Industrien stärker zu berücksichtigen. Hier sind Bund und EU gefordert. Gießereien stehen am Anfang zahlreicher industrieller Wertschöpfungsketten – von der Automobilindustrie über den Maschinenbau bis zur Energie- und Verteidigungsindustrie. Wer industrielle Arbeitsplätze sichern will, muss deshalb auch die Rahmenbedingungen für die Gießereiindustrie verbessern.“