1,2 Milliarden Euro fließen ins Saarland. Noch nie hat eine Ministerpräsidentin so viel Geld in unsere Region geholt. Jetzt haben sich Land und Kommunen darauf geeinigt, wie dieser Batzen verteilt werden soll: rund 65 % für die Kommunen und rund 35 % für
Es war ohrenbetäubend laut, als die Bauarbeiter die Straße aufrissen, während ich auf dem Weg zu einem Termin war. Ein unangenehmes Geräusch – vor allem für diejenigen, deren Schlafzimmer zur Straße hin liegen.
Und trotzdem dachte ich mir: In ein paar Monaten, wenn der Lärm verklungen ist, werden die Menschen in dieser Straße froh sein. Das Schlagloch ist verschwunden, der Gehweg sicherer, die Straße leiser.
In den nächsten Jahren werden Bauvorhaben wie diese zunehmen. Das hat einen Grund: das Sondervermögen Infrastruktur, das Anke Rehlinger gegen Widerstände durchgesetzt hat. 1,2 Milliarden Euro fließen ins Saarland. Noch nie hat eine Ministerpräsidentin so viel Geld in unsere Region geholt. Jetzt haben sich Land und Kommunen darauf geeinigt, wie dieser Batzen verteilt werden soll: rund 65 % für die Kommunen und rund 35 % für das Land. Am Ende ist es aber keine Frage von Prozenten und der Aufteilung des Geldes.
Wichtig ist nur eines: Das Geld kommt ins Saarland und bleibt im Saarland. Davon profitieren nicht abstrakte Straßenkilometer oder Betonblöcke, sondern Menschen: Kinder, die in sanierten Schwimmbädern endlich schwimmen lernen können. Pflegekräfte, die in modernisierten Krankenhäusern bessere Arbeitsbedingungen vorfinden. Familien, die barrierefreie Wege sicher nutzen können. Beschäftigte, deren Arbeitsplätze durch diese Investitionen gestärkt werden. Es geht um ganz konkrete Verbesserungen im Alltag. Um Schwimmbäder, die nicht schließen müssen, damit Kinder Sicherheit im Wasser gewinnen. Um Schulen, die digital aufholen. Um Forschung, die neue Perspektiven schafft.
Das Geld ist eine Chance, aber auch eine Verpflichtung. Verpflichtung, die Dinge in Ordnung zu bringen, die in Ordnung gebracht werden müssen. Und ja: Dafür müssen wir manchmal Baulärm aushalten. Aber am Ende wird es sich lohnen – für die Menschen, die hier leben.