Der Weg ist frei zur Umsetzung des Gute-Kita-Gesetzes im Saarland

30.04.2019

Pauluhn: „Entscheidende Entlastung für Eltern kommt – Verbesserungen für Kita-Personal“


Stefan Pauluhn

Stefan Pauluhn

Der Ministerrat hat heute den Weg frei gemacht zur Umsetzung des Gute-Kita-Gesetzes im Saarland und damit für eine stärkere Entlastung der Eltern bei den Kitabeiträgen als im Koalitionsvertrag vorgesehen sowie für Qualitätsverbesserungen in unseren Kitas. Nach Bremen ist das Saarland das zweite Bundesland, das die Vereinbarung mit dem Bund unterzeichnet.

„Gute Bildung beginnt für uns von Anfang an. Sie muss aber auch von Anfang an gebührenfrei sein! Deshalb haben wir am 10. April in 1. Lesung die Absenkung der Elternbeiträge verabschiedet, die zum 01. August schon ihre Wirkung zeigen wird. Das Gute-Kita-Gesetz hat unseren Spielraum vergrößert und macht eine noch stärkere Entlastung als im Koalitionsvertrag vorgesehen für Eltern möglich. Damit kommen wir der Beitragsfreiheit einen Schritt näher. Wir wollen mit der Gebührenfreiheit, dass sich alle Eltern, auch diejenigen mit geringem Einkommen, einen Kita-Platz leisten können und jedes Kind die gleichen Bildungschancen hat“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Stefan Pauluhn. „Die finanzielle Unterstützung aus dem Bund wird uns bei der Verwirklichung unserer Ziele, der entscheidenden Entlastung für Eltern aber auch der Verbesserungen für das Kita-Personal, deutlich voranbringen.“

Die Vereinbarungen im Gute-Kita-Gesetz seien weitere Puzzleteile, die sich mit den bereits ergriffenen Maßnahmen, nach und nach zu einer Qualitätsoffensive zusammensetzen werden.

Hohe Priorität bei der Umsetzung haben neben der Entlastung der Eltern durch die Absenkung des Anteils der Elternbeiträge auch das Angebot der dualisierten, praxisintegrierten Ausbildung, die Verbesserung des Fachkräfte-Kind-Schlüssels bei Einrichtungen mit besonderen Herausforderungen, die Stärkung der Leitungen durch eine Erhöhung der Leitungsfreistellung und zusätzliche Qualifizierungen sowie die  Förderung der sprachlichen Bildung.

„Wir dürfen unsere Erzieherinnen und Erzieher vor Ort nicht aus dem Blick lassen. Deswegen verbessern wir den Fachkraft-Kind-Schlüssel in Einrichtungen mit besonderen Herausforderungen mit einer viertel Stelle pro Gruppe und geben Kita-Leitungen mehr Zeit für ihre Leitungsaufgaben wie bspw. Organisation, Büroarbeit und Problemlösungen“, erklärt Pauluhn. „Die Möglichkeit der dualisierten Ausbildung zum kommenden Schuljahr bedeutet nicht nur mehr Attraktivität des Berufs sondern bietet etwa 100 Schülerinnen und Schülern auch endlich eine Bezahlung während ihrer Ausbildung“, sagt der Fraktionsvorsitzende. Realisierbar wird das durch eine Finanzierung sowohl aus dem Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher“ und dem Gute-Kita-Gesetz“, erklärt Pauluhn



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