Fipronil-Skandal macht Lebensmittelkennzeichnung unabdingbar

04.08.2017

Ries: „Transparenz kann in Zukunft Schlimmeres verhindern“


Isolde Ries

Isolde Ries

Anlässlich des Skandals um mit dem Insektizid „Fipronil“ belastete Hühnereier aus den Niederlanden bekräftigt die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Isolde Ries erneut ihre Forderung nach einer Kennzeichnungspflicht für Produkte, in denen Eier verarbeitet sind.

„Der Fipronil-Skandal und die Fülle an Informationen, die die Verbraucherinnen und Verbraucher darüber momentan erhalten, verunsichern die Konsumenten erheblich. Zwar muss ein Erwachsener mehrere Eier essen, um überhaupt in die Nähe des Grenzwerts zu kommen, bei Kindern ist allerdings Vorsicht geboten“, warnt Ries gleichzeitig vor einer Panikmache.

„Der Skandal hat verheerende Auswirkungen, die sich für den Verbraucher nicht so einfach nachvollziehen und ihn deshalb im Unklaren lassen: In welchen Produkten wurden die belasteten Fipronil-Eier noch verarbeitet? Nudeln, Backwaren und Mayonnaise können betroffen sein und durch die darin verarbeiteten Eier das Nervengift enthalten. Aber woher die Eier stammen, die in den Lebensmitteln verarbeitet sind und ob diese belastet waren, lässt sich für den Verbraucher nicht rückverfolgen. Während bei frischen Eiern der Stempel Auskunft über die Herkunft und die Haltungsbedingungen gibt, gibt es bei verarbeiteten Produkten leider immer noch eine Kennzeichnungslücke“, beklagt Verbraucher-Expertin Ries.

„Wie wichtig für den Verbraucher eine solche Kennzeichnung ist, zeigt sich bei dem aktuellen Fipronil-Skandal, bei dem nun die beschwerliche Suche nach den kontaminierten Eiern in den verarbeiteten Lebensmitteln losgeht – und den Verbraucher erneut im Regen stehen lässt“, sagt Ries und meint weiter: „Dieser Skandal zeigt uns einmal wieder, wie unabdingbar Transparenz bei Lebensmitteln ist und lässt mich erneut meine Forderung bekräftigen: Hier muss eine klare, ordentliche, gesetzliche Kennzeichnung geschaffen werden – denn nur so wissen die Menschen, dass nur saubere Produkte in ihrem Einkaufskorb landen. Mehr Transparenz bei Lebensmitteln kann in Zukunft Schlimmeres verhindern und dazu beitragen, solche Skandale schneller und effektiver aufzuklären.“



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