EU bringt Maßnahmenpaket gegen Plastikflut auf den Weg

19.12.2018

Ries: „Meilenstein und ein Zeichen für andere Länder, es gleich zu tun“


Isolde Ries

Isolde Ries

Die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Isolde Ries ist erfreut über die Entscheidung der EU, den Einsatz von Einwegkunststoffen zu reduzieren. „Einweg ist kein Weg!“, sagt Ries und hofft, dass in absehbarer Zeit weniger Wegwerfplastik in den Weltmeeren landet. „Das ist ein Meilenstein und ein Zeichen für andere Länder, es gleich zu tun. Die Auswirkungen der EU-Initiative wird spürbare Veränderungen im Alltag hervorrufen.“ Vertreterinnen und Vertreter des Europäischen Parlaments, der EU-Staaten und der EU-Kommission haben sich gestern Abend auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, das vorsieht, Einwegkunststoffprodukte wie Strohhalme oder Becher zukünftig durch umweltfreundlichere Artikel zu ersetzen. „Es ist nahezu absurd, dass Produkte wie Trinkbecher und Strohhalme nur wenige Minuten einmalig von uns benutzt werden, dafür aber die Umwelt, insbesondere die Weltmeere, über Jahrzehnte belasten. In unserer Gesellschaft hat bereits ein Umdenken stattgefunden. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher achten bei ihren Käufen auf Nachhaltigkeit. Das muss nun auch bei den Herstellern und Supermärkten ankommen. Die EU-Initiative ist ein Anreiz, alternative, umweltfreundlichere Materialien zu nutzen und Verpackungen zu reduzieren.“

Besonders die Meere seien von der Plastikflut betroffen. „Das ist ein globales Problem! Der Kunststoff bedroht Pflanzen und Tiere, sammelt sich in riesigen Müllstrudeln und an Stränden, kommt über viele Wege in die Lebensmittelkette und findet sich am Ende auf unseren Tellern wieder. Es war daher dringend Zeit zu handeln!“, meint Ries und lobt, dass so schnell eine Einigung herbeigeführt werden konnte. Als nächstes müsse das Problem des Mikroplastiks bspw. in Kosmetika, Hygieneartikeln und Reinigungsmitteln angegangen werden. „Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung!“ Bereits letztes Jahr hatte die Europapolitikerin ein globales Abkommen gegen Plastik-Verschmutzung angeregt.

 

 

Hintergrund
Bereits Ende letzten Jahres haben anlässlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung die Deutsche Umwelthilfe und das saarländische Umweltministerium unter Minister Reinhold Jost die Kampagne "Becherheld" ins Saarland geholt.



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