Das Saarland blüht noch

27.10.2017

Döring: „Insektensterben im Saarland muss beobachtet werden“


Pia Döring

Pia Döring

Der heutige Umweltausschuss ließ sich über die Studie zum drastischen Insektensterben sowie geplante Maßnahmen berichten. Die tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Pia Döring begrüßt in diesem Zusammenhang die positive Entwicklung des Projektes „Dem Saarland blüht was“, das dem Insektensterben entgegenwirkt, weist aber auch darauf hin, dass weiterer Handlungsbedarf gegen das Insektensterben besteht. Der Ausschuss regt an, ein Monitoring der Landesregierung zum Insektensterben saarlandweit einzurichten. Das Umweltministerium kündigte an, dies zu prüfen.

„Das Insektensterben ist besorgniserregend. Im Saarland haben wir jedoch noch vergleichsweise paradiesische Verhältnisse: Zum einen wird das Land im Saarland bisher aufgrund der ungünstigen natürlichen Produktionsvoraussetzungen im bundesweiten Vergleich eher extensiv bewirtschaftet, zum anderen haben wir mit mehr als 17 Prozent einen sehr hohen Anteil an Bio-Betrieben im Gegensatz zum Bundestrend. Dieser soll laut Koalitionsvertag auf 25 Prozent weiter erhöht werden. Das Saarland blüht also noch! Mit dem Sonderprogramm zur Förderung innerörtlicher Blühflächen wandeln wir noch zusätzlich ungenutzte, ökologisch wertlose oder regionaluntypische Flächen in ökologisch wertvolle um und geben Insekten somit Nahrung und Lebensraum.“

 

Das Saarland hat bereits konkrete Maßnahmen unternommen, um einem weiteren Verlust der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken. „Die Festsetzungen in den Schutzgebietsverordnungen, die Ausweisung von Natura-2000-Gebieten und die Förderung extensiver, artenreicher Grünlandnutzung sollen dem negativen Trend entgegensteuern“, erklärt Döring. „Um herauszufinden, welche Kreise das Insektensterben im Saarland zieht, regt der Ausschuss daher an, ein Monitoring zum Insektensterben saarlandweit einzurichten. Das Umweltministerium hat angekündigt, dies zu prüfen. In dem Zuge freut es mich auch, dass die Bemühungen der letzten Jahre, dem Bienensterben entgegenzuwirken, fruchten und die Zahl der Bienen und auch der Imker zunimmt.“

 

Döring erklärt, was jeder Einzelne tun kann, um dem Insektensterben entgegenzuwirken: „Jeder kann etwas tun! Statt Kiesgärten anzulegen oder Flächen zu versiegeln sollten Bienen- und Insektenfreundliche Pflanzen angepflanzt werden. Ein Rasen im Vorgarten, der einem Teppich gleicht, gibt Bienen keine Chance. Ein blühender Garten sieht also nicht nur schön aus, sondern bietet Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Insekten.“



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