Koalition unterstützt Projekt „Bildung gegen Armut“

05.12.2018

Roth: „Wegweisend für Armutsbekämpfung in einem sozialen Brennpunkt“


Eugen Roth

Eugen Roth

Laut Kinderkommission des Bundestages haben Kinder, die in Armut oder in prekären Verhältnissen aufwachsen, keine Chance, in ihrer Entwicklung so gefördert zu werden wie andere (Bericht der Kinderkommission des Bundestages 2017). Fehlende Bildungschancen verschlechtern die Aussichten auf einen guten Ausbildungs- und auch Arbeitsplatz - damit steigt das Risiko in Armut zu fallen enorm. Bildung leistet daher einen wichtigen Beitrag zum Schutz gegen Armut und fördert die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Große Koalition hat daher im Haushalt 2019/2020 einen Akzent auf die Armutsbekämpfung gelegt. Sie stellt für das Projekt „Bildung gegen Armut“ 100.000 Euro zur Verfügung.

Das Projekt „Bildung gegen Armut“ geht auf eine Initiative des „Saarland Sozialgipfels“ und dort insbesondere der Landeselterninitiative für Bildung zurück. „In einem sozial schwierigen Stadtteil soll ein Netzwerk aus Akteuren geschaffen werden, das Kindern und ihren Familien gezielte, gute Angebote im pädagogischen, kulturellen und sportlichen Bereich bietet. Durch entsprechende Aktivitäten und Betreuung wird so für eine Integration und Teilhabe gesorgt“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Eugen Roth, der Mitinitiator des Projektes ist. „Als Projektraum wurde der Bereich Neunkirchen Unterstadt mit den Grundschulen Bachschule und Am Stadtpark sowie der Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Stadtmitte ausgewählt.“

Eine erste Versammlung rund um die Schulen sowie mehrere Gesprächsrunden unter Beteiligung der Stadt Neunkirchen, des Landkreises, des Bildungsministeriums und des „Saarland Sozialgipfels“ haben bereits stattgefunden. Eingebunden werden sollen auch verschiedene Wohlfahrtsverbände. „Das Projekt kann wegweisend zur Armutsbekämpfung in einem sozialen Brennpunkt sein!“, meint Roth.

 

Hintergrund
Im Saarland wäre dies ein besonderes Projekt. Ein ähnliches Projekt gibt es bereits in Bielefeld. Dort fördert die Bielefelder Bürgerinitiative für Bildung mit dem Projekt „Tabula“ Kinder und Jugendliche aus sozial belasteten Stadtteilen.



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