Welpenhandel im Internet

01.10.2018

Döring fordert strengere Vorschriften


Pia Döring

Pia Döring

Die Tierschutzpolitikerin der SPD-Landtagsfraktion Pia Döring fordert strengere Vorschriften für Tierkäufe im Internet. Damit soll vor allem dem illegalen Welpenhandel ein Riegel vorgeschoben werden. „Beim Verkauf von Tieren im Internet sollten Händler künftig ihren echten Namen und  Adresse angeben, damit sich Käufe rückverfolgen lassen“, fordert Döring. „Durch die Anonymität in Foren oder bei Kleinanzeigenplattformen ist es für Behörden derzeit schwierig, Kontrollen oder Rückverfolgungen durchzuführen. Eine Prüfung der Identität oder der Adresse des Anbieters durch das Betreiberportal beim Angebot von Tieren, würde den Handel sicherer machen und vielen Tiere Leid ersparen.“

Auch eine bundesweite Aufklärungskampagne mit den Tierschutzverbänden zu Sensibilisierung der potenziellen Käufer von Welpen aus Vermehrungsstationen ist dringend notwendig. Je mehr dieser Welpen gekauft werden umso mehr werden produziert. Dem Leid dieser bedauernswerten Hündinnen und ihrer Welpen, die oft in dreckigen Bretterverschlägen gehalten werden, muss ein Ende gesetzt werden. Tierschutzverbände fordern schon lange Onlineplattformen zum Handeln auf. Ein Großteil der im Internet angebotenen Welpen stammen von osteuropäischen Massenzüchtern, aber auch bei uns im Land gibt es solche Welpenhändler. Schätzungen zufolge ist mittlerweile der illegale Handel mit Katzen und Hunden die drittgrößte Einkommensquelle des organisierten Verbrechens in der EU !

 

„Die Welpen werden oft zu früh von ihren Müttern getrennt und gelangen meist schwach und krank mit gefälschten Impfpässen nach Europa. Die zukünftigen Halter sehen sich dann mit hohen Tierarztkosten oder weit schlimmerem konfrontiert, oft steht am Ende dieses Handels der Tod der Welpen“ sagt Döring.

Die Schweiz und Österreich sind bereits mit gutem Beispiel vorangegangen: In Österreich dürfen seit 2017 Privatpersonen keine Tiere mehr auf Internetplattformen anbieten. In der Schweiz müssen seit dem 1. März 2018 Online-Händler vollständige Angaben über sich und die angebotenen Hunde machen. „Tiere sind keine Ware und keine Geldvermehrungsmaschinen, Wirtschaftlichkeit darf nicht über Tierwohl gestellt werden! Klare Tierschutzrichtlinien für den Tierhandel müssen daher auch für den Online-Bereich gelten“, sagt Döring.



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