Die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Anke Rehlinger, fordert von der Landesregierung eine Protestnote Richtung französischen Staat und Kraftwerksbetreiber. „In einem offiziellen Schreiben an Kraftwerksbetreiber EdF und die Regierung Frankreichs soll die mangelnde Sicherheitskultur angesprochen und das Missfallen darüber zum Ausdruck gebracht werden“, so die SPD-Politikerin.
Im heutigen Umweltausschuss des saarländischen Landtags wurde der jüngste Cattenom-Störfall der INES-Stufe 2 bestätigt. Das teilt die SPD-Umweltexpertin mit.
Es habe sich ebenfalls bestätigt, dass die benannte Sicherheitslücke bereits seit dem Bau des AKW bestanden hat. „Das ist ein Skandal. Dieses Kraftwerk hätte nie in Betrieb genommen werden dürfen. Wenn Fehler 20 Jahre unentdeckt bleiben, hat die Sicherheitsüberprüfung erhebliche Mängel“, empört sich die SPD-Politikerin.
Dieser nun entdeckte Fehler sei ein eindeutiger Hinweis auf einen fahrlässigen Umgang mit den Gefahren der Risikotechnologie Atomkraft und mit der Sicherheit der möglicherweise betroffenen Bevölkerung. „Im schlimmsten Fall wäre die Folge von fehlenden Sicherheitsventilen im Rücklaufbecken die Freisetzung von Radioaktivität gewesen.
Die AKW-Gegnerin Rehlinger unterstreicht ein weiteres Mal ihr NEIN zur Atomtechnologie und insbesondere zum Pannenreaktor Cattenom. „Abschalten, jetzt! Cattenom ist und bleibt eine Gefahr für die Region.“


