(02.07.10) Die Parlamentarische Anfrage der SPD-Landtagsfraktion bestätigt, der deutsche Vize-Kanzler hätte an der Feierlichkeit zum Amtsantritt des deutschen Bundespräsidenten nicht anwesend sein müssen. Die Anwesenheit der Kanzlerin und anderer Minister wäre absolut ausreichend gewesen. So lautet die Übersetzung der Antwort der Landesregierung zur SPD-Anfrage, bei der es um das Fehlen von Wirtschaftsminister Christoph Hartmann beim feierlichen Start der neuen Saarschmiede bei Saarstahl in Völklingen – die höchste Millionen-Investition im Saarland seit Jahrzehnten – ging.
Die Antwort der Landesregierung bestätigt zudem nochmals schwarz auf weiß, dass Hartmann Fußball wichtiger war als sein Job als Wirtschaftsminister, obwohl ihm vom Besuch des Bayern München-Fußballspiels im Olympiastadion in Berlin zuvor abgeraten wurde, wie der Saarbrücker Zeitung vom 11. Mai zu entnehmen war. „Da helfen all die in epischer Länge beantworteten Fragen nichts. Wirtschaftsminister Hartmanns Liste der Fehltritte wird immer länger, ganz zu schweigen vom Mangel an Fingerspitzengefühl“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrich Commerçon.
Nebulös bleibt zudem nach wie vor der Erwerb der entsprechenden Fußball-Karten. Die Beantwortung der Parlamentarischen Anfrage wirft weitere Fragen auf. Wann hat Herr Hartmann die Karten bestellt? Bei wem hat Herr Hartmann die Karten bestellt? Wann und durch wen sind sie ihm zugestellt bzw. übergeben worden? Wann und durch wen erfolgte die Rechnungsstellung?