(01.07.10) Nach der Vorstellung der Neuauflage des Programms zur Förderung der freiwilligen Ganztagsschule im heutigen Bildungsausschuss erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrich Commerçon:
An vielen Schulstandorten kritisieren Eltern, dass ihre Kinder im neuen Schuljahr keinen Ganztagsplatz bekommen werden. Wir brauchen eine Platzgarantie, sonst erweist sich die Übernahme der Gebühren als Mogelpackung. Im kommenden Schuljahr wird es an verschiedenen Standorten zu Schwierigkeiten kommen, weil die Landesregierung trotz gestiegener Nachfrage keine zusätzlichen Plätze genehmigen wird. Ein Auswahlverfahren halten wir für den falschen Weg.
Nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion handelt es bei dem derzeitigen Konzept der Jamaika-Koalition um eine Zwangshalbtagsschule. Eltern und SchülerInnen haben immer noch kein auswahlfähiges Angebot an gebundenen Ganztagsschulen über alle Schulformen hinweg. Wir brauchen in jedem Landkreis für jede Schulform eine echte Ganztagsschule. Das Angebot muss sich an der Nachfrage vor Ort orientieren und darf nicht unter einem Finanzierungsvorbehalt stehen. Die Landesregierung sollte an dieser Stelle endlich in einen Dialog mit Eltern und SchülerInnen treten.
Die SPD-Landtagsfraktion hat ihre Vorschläge zur Verbesserung der Qualität im Bildungswesen bereits vorgelegt. Unter www.macht-bildung.de können sich Bürgerinnen und Bürger über die Vorschläge im Einzelnen informieren und sich gleichzeitig auch selbst dort aktiv mit eigenen Ideen einbringen.