| Saarbrücken

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Eschberg, Scheidt, Brebach-Fechingen, Eschringen, Halberg, Ensheim, Bischmisheim, Bübingen, Güdingen, Schafbrücke, Malstatt


| Ulrich Commerçon
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Burbach, Altenkessel, Gersweiler, Klarenthal



St. Johann, Eschberg, Alt-Saarbrücken, Dudweiler, Jägersfreude, Herrensohr



Geographie
 Saarbrücken ist die Landeshauptstadt, größte Stadt und einzige Großstadt (seit 1909) des Saarlandes. Die Universitätsstadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Saarlandes. Sie bildet das einzige Oberzentrum des Landes und ist Sitz des Stadtverbands Saarbrücken, eines Kommunalverbandes besonderer Art, vergleichbar einem Landkreis.
Nächst gelegene größere Städte sind Karlsruhe (etwa 140 km östlich) und Mannheim (rund 130 km nordöstlich), außerdem Frankfurt am Main (185 km nordöstlich), Stuttgart (210 km östlich), Metz (F) (80 km westlich), Nancy (F) (120 km südwestlich), Reims (F) (250 km westlich), Troyes (F) (300 km südwestlich), und Paris (F) (400 km westlich).
Saarbrücken liegt in einer durch die Saar geschaffenen breiten Tal-Aue und weiten Terrassenflächen des Flusses. Der nördliche Talrand wird von einer langen Kette von Höhenvorsprüngen besäumt. Am südlichen Stadtrand ziehen sich die Höhen des Stiftswaldes und des Roten Berges hin. Westlich liegt der Warndt.
Geschichte
 Saarbrücken wird in einer Schenkungsurkunde Kaisers Otto III. im Jahre 999 erstmals als Königsburg „castellum Sarabrucca“ erwähnt, die dem Bistum Metz geschenkt wird. An dieser Stelle war aber bereits vorher Siedlung der Mediomatriker. Ab 1120 entsteht die Grafschaft Saarbrücken, in welcher sich in der Umgebung der Burg durch Ansiedlung von Burgmannen, Händlern und Schutzsuchenden die Siedlung Saarbrücken entwickelt. Graf Johann I. verleiht Saarbrücken und dem St. Johann jeweils das Stadtrecht. 1353 fällt Saarbrücken an das Haus Nassau (Walramische Linie). Durch Erbteilung entsteht 1355 die Linie Nassau-Weilburg-Saarbrücken und aufgrund deren Teilung 1442 die Linie Nassau-Saarbrücken (ältere Linie).
1574 fällt die Grafschaft Nassau-Saarbrücken durch Erbfall an Weilburg zurück. Dort hatte Graf Philipp III. bereits 1526 die Reformation nach lutherischem Bekenntnis eingeführt, die nun auch für Saarbrücken galt. Nach dem Tode Ludwigs II. entsteht durch Erbteilung 1629 die Grafschaft Nassau-Saarbrücken (jüngere Linie) neu, die aber bereits 1723 an Nassau-Ottweiler und damit 1728 an Nassau-Usingen fällt. Der 30-jährige Krieg verheert Saarbrücken fürchterlich, 1637 leben nur noch 70 Menschen in der zerstörten Stadt. Ludwig XIV. lässt im Reunionskrieg Saarbrücken niederbrennen, bis auf acht Häuser wird die gesamte Stadt zerstört. Durch Erbteilung entsteht 1735 eine Linie Nassau-Usingen-Saarbrücken, so dass die Stadt wieder Grafensitz wird. Nach dem Regierungsantritt von Wilhelm Heinrich im Jahr 1741 erlebt die Stadt einen ungeheueren wirtschaftlichen Aufschwung, Steinkohlengruben werden verstaatlicht, Eisenschmelzen entstehen. Ferner entsteht das barocke Residenzschloss Saarbrücken, erbaut von Friedrich-Joachim Stengel und zahlreiche andere Bauten. 1775 wird die Ludwigskirche, eines der bedeutendsten Barockbauten Deutschlands und Wahrzeichen der Stadt Saarbrücken vollendet.
1793 wird die Stadt von französischen Revolutionstruppen besetzt, das Barockschloss geplündert und niedergebrannt. Durch den Frieden von Campo Formio 1797 sowie den Friedensvertrag von Lunéville 1801 kommt die Grafschaft Saarbrücken zu Frankreich. Mit dem Tode von Fürst Ludwig und Erbprinz Heinrich im Exil stirbt die Linie Nassau-Usingen-Saarbrücken 1797 aus und fällt an Nassau-Usingen.
Im Jahre 1815 kommt das Gebiet an das Königreich Preußen. Dieser bildet im Raum Saarbrücken die Bürgermeisterei Saarbrücken mit den Stadtgemeinden Saarbrücken und St. Johann sowie den Landgemeinden Malstatt, Burbach, Brebach und Rußhütte. Saarbrücken wird Sitz eines Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Trier der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufgeht. Sprachgeschichtlich kommt es zwischen dem Ende des 17. und Mitte des 19. Jahrhundert aufgrund der wechselnden politischen Einflüsse zu einer Verschiebung vom moselfränkischen zum rheinfränkischen Dialekt, schließlich zu einem einheitlichen Stadtdialekt. 1856 wird das Eisenhüttenwerk Burbach in Betrieb genommen. Zwischen 1897 und 1900 wird das Rathaus St. Johann nach Plänen von Georg von Hauberrisser erbaut, welches später das Rathaus der Großstadt Saarbrücken wird.
Durch Vertrag vom 5. Dezember 1908 werden die selbständigen Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach mit Wirkung vom 1. April 1909 zu einer Stadt mit dem Namen "Saarbrücken" vereinigt. Die bisherige Stadt Saarbrücken wird künftig mit der Bezeichnung Alt-Saarbrücken geführt. Die neue Stadt Saarbrücken hat bei ihrer Gründung etwa 105.000 Einwohner und ist damit die fünftgrößte linksrheinische deutsche Großstadt. Gleichzeitig scheidet die Stadt Saarbrücken aus dem Landkreis Saarbrücken aus und wird eine kreisfreie Stadt. Der Streit über den zu wählenden Stadtnamen, Saarbrücken oder St. Johann, führte zu einem im ganzen Deutschen Reich belächelten Skandal. Die Bürgermeister der beiden Städte entschieden die Namensgebung in einem Duell unter Ehrenmännern. Beide überlebten, aber Duelle wurden danach in Deutschland endgültig verboten.
Infolge der Bestimmungen des Friedensvertrags von Versailles im Jahr 1919 wird das Saarland und mit ihm die Stadt Saarbrücken unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt. Durch eine Volksabstimmung im Jahre 1935 entscheidet sich die Bevölkerung wieder für den Anschluss des Saarlandes an Deutschland.
Im Zweiten Weltkrieg wird Saarbrücken durch Bombenangriffe (2. bis 4. Oktober 1944) stark zerstört. Im Mai 1945 wird die Stadt wie das gesamte Saarland unter französische Militärregierung gestellt. Zwei Jahre später wird das Saarland ein autonomer Staat mit der Hauptstadt Saarbrücken. Die Bevölkerung lehnt 1955 das Saarstatut ab. Stattdessen wird das Land 1957 zehntes Bundesland (ohne West-Berlin) der Bundesrepublik Deutschland.
Mit der Kreis- und Gebietsreform 1974 wird Saarbrücken um 11 umliegende Städte und Gemeinden vergrößert. Die Einwohnerzahl verdoppelt sich nahezu. Gleichzeitig wird die bislang kreisfreie Stadt mit dem Landkreis Saarbrücken zum Stadtverband Saarbrücken vereinigt. Damit entsteht erstmals in Deutschland ein Kommunalverband besonderer Art, der einem Landkreis vergleichbar ist.
Zum 1. April 2004 tritt der auch in der zweiten Instanz wegen Untreue verurteilte Saarbrücker Oberbürgermeister Hajo Hoffmann zurück, nachdem er bereits im August 2002 von seinem Amt suspendiert wurde. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen, da er für den Bau seines Privathauses Rechnungen für Bauleistungen und die Anlage des Gartens zunächst nicht selbst bezahlte, sondern diese von der städtischen Siedlungsgesellschaft bezahlt wurden.
Verkehr
 In Saarbrücken beginnen folgende Bundesautobahnen: in Richtung Osten die A 6 (nach Waidhaus), in Richtung Nordwesten die A 623 (zum Dreieck Friedrichsthal) und die A 1 (nach Oldenburg in Holstein). Darüber hinaus kann man von Saarbrücken aus gut die A 8 erreichen.
Ein Problem stellt die Bundesautobahn A 620 dar, welche die Stadt entlang der Saar durchschneidet: Neben einer starken Lärmbelastung kommt es regelmäßig zu ihrer Überflutung, was den weitgehenden Zusammenbruch des Individualverkehrs nach sich zieht.
Von Saarbrücken fahren RegionalExpress-Züge nach Frankfurt am Main und über Trier nach Koblenz. Hinzu kommt der S-Bahn-ähnliche Nahverkehr der Citybahn Saar-Westpfalz nach Trier, St. Wendel und St. Ingbert - Homburg (Saar) - Kaiserslautern.
Auf dem Wasserweg kann Saarbrücken die sehr gute Wasseranbindung der Saar zur Mosel und nach Frankreich nutzen.
Den öffentlichen Nahverkehr versorgen eine Stadtbahnlinie der Saarbahn und mehrere Buslinien der Saarbahn GmbH, welche 1997 als Schienenverkehrsunternehmen gegründet wurde. Seit 2002 führt sie auch die Geschäfte der bisherigen "Gesellschaft für Straßenbahnen im Saartal" weiter.
Weiterhin hat Saarbrücken mit dem beim Stadtteil Ensheim angesiedelten Flughafen Saarbrücken einen internationalen Verkehrsflughafen.

Sehenswürdigkeiten
 Schloss Saarbrücken, Barock von Friedrich-Joachim Stengel
Schlosskirche mit Fürstengruft
Adelspalais (besonders um die Ludwigskirche)
Alte Brücke
Altes Rathaus Saarbrücken
Congresshalle
Schloss Halberg (Saarländischer Rundfunk)
Landtag
Rathaus St. Johann
Fernsehturm Saarbrücken-Winterberg
Villa Obenauer
Bergwerksdirektion 1877-1880, (Architekt: Martin Gropius), weitgehend original erhalten, wesentlicher Substanzverlust steht bevor durch Umbau und Integration in das benachbarte Einkaufszentrum SaarGalerie durch die ECE Projektmanagement
Saarkran
Ludwigskirche (evang.), Wahrzeichen der Stadt
Evang. Stiftskirche St. Arnual (Bild), Grablege der Grafen von Nassau-Saarbrücken mit dem Grabmal des Saarbrücker Stadthauptmanns Franz-Friedrich von Liebenstein aus dem Jahre 1596
Kath. Basilika St. Johann
Christkönig-Kirche (kath.)
Pfarrkirche St. Michael (kath.)
Friedenskirche (altkatholisch / russisch-orthodox), erbaut von Friedrich-Joachim Stengel
Johanneskirche (evang.)
St. Albert-Kirche (kath.)
Schlosskirche (früher evang., jetzt als Museum im Eigentum des Saarlandes)
Evang. Kirche Bischmisheim (achteckiger Grundriss, erbaut 1824 von Karl Friedrich Schinkel)
St. Johanner Markt
Felsenwege in St. Arnual
Mithras-Heiligtum am Halberg
Spicherer Höhen, unmittelbar an der Stadtgrenze zu Frankreich
Brennender Berg in Dudweiler
Abenteuer-Museum von Heinz Rox-Schulz
Arzneipflanzenmuseum
Geologisches Museum
Heimatmuseum St. Arnual
Historisches Museum
Moderne Galerie
Saarland Museum
Stadtgalerie
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Weblinks
 www.saarbruecken.de Offizielle Website der Stadt Saarbrücken
Hinweis
 Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Saarbrücken" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia - de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite - und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentationen - www.gnu.org/copyleft/fdl.html. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren - de.wikipedia.org/w/index.php - verfügbar.
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